FEIDLER Francis

Francis Feidler

FEIDLER FRANCIS

Geboren 1950 in Malmedy, Belgien
Kunststudium in Mons an der Hochschule der plastischen Künste, zuerst Kunstlehrer im Sanatorium Eupen, danach von 1974 bis 1990 Kunstlehrer im Königlichen Athenäum Bütgenbach. Nebenbei übte Feidler einen zweiten Beruf als Künstler aus und schafft ab 1968 ein umfangreiches künstlerisches Oeuvre, anfangs als expressive Malerei, die 1969 im alten Kunstmuseum der Stadt Löwen, dem heutigen MMuseum Leuven, gezeigt wurde.
Feidlers Expressivität optimierte sich im Einflussbereich der italienische Transavanguardia (1975) und der nachfolgenden deutschen Bewegung der „Neuen Wilden“, Mitte der 80ziger Jahre folgen Werke mit einem konzeptuellen Hintergrund der „ELASTIKOMMUNIKATION“, eine Wortschöpfung von Feidler, die er für alle Installationen, Objekte, Collagen und Zeichnungen verwendet. Es sind polarisierende Werke, die er in einem physischen Gleich- und Ungleichgewicht mittels Zug- und Druckkräften bringt. Feidlers Arbeiten werden im In- und Ausland in Galerien und Museen gezeigt, beispielsweise 1981 im Palais des Beaux-Arts in Brüssel beim belgischen bestrenommierten „Prix de la Jeune Peinture“, dem heutigenYoung Belgian Art Prize“. Zwischen 1968 bis 2010 wurden 35 Einzelausstellungen und 98 Gruppenausstellungen von Feidler im In- und Ausland gezeigt.

Da es in Ostbelgien keine Ausstellungsmöglichkeiten gab, die im Vergleich zu anderen Regionen auf professionelle Art Kunst zeigten und vermittelten, entschließt sich Feidler hier in Ostbelgien ein professionelles Zentrum für zeitgenössische Kunst zu schaffen. Er verlässt das Unterrichtswesen und gründet 1993 mit einigen Kunstliebhabern und Kunstförderern die VoG „IKOB – Internationales Kunstzentrum Ostbelgien“, mit der Unterstützung von Gerd Noël (Firmengründer NMC) im Norden und mit der Förderung im Süden durch Günther Schaus (Unternehmensleiter der Warenhäuser Nopri).
Seit 2005 etabliert sich das ikob als Museum für Zeitgenössische Kunst“ und wird ab 2015 von der DG als Museum 1. Klasse eingestuft.
Als Gründer, Kurator und Direktor des ikob hat Feidler seitdem mehr als 100 Ausstellungen in- und außerhalb des IKOB organisiert, darunter: „Kontakt 93“ – Integrationen in 2 Eupener Parks, „Volle Scheunen 97“ sowie Einzelausstellungen im ikob. In 2005 zeigte Feidler erstmals die Kunstsammlung unter dem Titel „The ikob Collection“, eine Sammlung aktueller und musealer Kunstwerke, die inzwischen mehr als 400 Werke umfasst. Sie wurde bisher in Museen in Brüssel, Gent, Wien, Venlo, Luxemburg und Deutschland gezeigt.

Feidler hat als Direktor während der letzten 20 Jahren mit viel Eigensinn und Impulsen Ausstellungen im ikob kuratiert und aufgebaut. Diese permanente Bespielung des ikob-Raumes mit den Werken und Ideen der Künstler waren Teil einer Gesamtinszenierung, bei der er seine eigene Kreativität einsetzen konnte, eine weitere Form seines künstlerischen Ausdrucks von Raum und Zeit im Konzept der ELASTIKOMMUNIKATION.