DOOME Pierre

 

Pierre Doome

Pierre DOOME

Pierre Doome ist am 7.Mai 1940 in St. Vith geboren, während seiner Kindheit wohnte er in Vielsalm. Ohne Ausbildung arbeitete er kurze Zeit in einer Metallfabrik. Da diese Arbeit ihm gesundheitlich zugesetzt hatte, besuchte er mit seinen Eltern eine Berufsberatung. „Dort wurde zum ersten mal erwähnt, dass ich eine Kunstakademie besuchen sollte“ so Pierre.

Die Eltern entschieden sich aber für eine Schreinerausbildung. Ohne Mitwissen seiner Eltern besuchte Pierre parallel zur Schreinerausbildung Abendkurse in (Dekoration und Malen) auf der Kunstakademie.

Nach dem Militärdienst arbeitet Pierre einige Jahre als Dekorateur in Brüssel.

Bald schon zog er mit seiner eigenen Familie nach St. Vith, wechselte hier oft den Beruf und Beendete seine Abendkurse und Weiterbildungen.

Er kümmerte sich hauptsächlich um seine Kinder, baute aber gleichzeitig eine Kundschaft auf, für die er dekoriert und malt.

„Ich hatte auf Anhieb großes Interesse für die Kunstgeschichte. Dieses Interesse ist nie gesunken, sondern es steigerte sich von Jahr zu Jahr. Ich befasse mich fast täglich mit dem Leben und dem Schaffen der alten Meister.“

Das rege Interesse an einer Kunstperiode oder einem Maler macht sich nicht direkt in Doomes Arbeit bemerkbar. Die Einflüsse werden oft erst nach einigen Jahren ersichtlich. Sie sind dann sehr gut spürbar, obwohl Doome seine eigene „Handschrift“ beibehält.

Ein Maler war für Doome besonders wichtig, Hieronymus Bosch. Bosch war ein angesehener Künstler, der in provinzieller Abgeschiedenheit ein höchst eigenwilliges Werk schuf. Der Einfluss der Gotischen Kunst hat sich jedoch erst in den Graphiken der siebziger und achtziger Jahre bemerkbar gemacht.

Mit der Zeit entwickelte auch Doome seinen Stil weiter. Die verschiedenen Stile sind natürlich mit der Verschiedenheit der Techniken und der Schwerpunkte Doomes Arbeit verbunden. Schwerpunkte Doomes Arbeit sind momentan Kollagen, Aktmalerei, Buchillustrationen, Szenographie und Plakate. Doome möchte sich nie spezialisieren in einem Kunststil oder in einer Technik, sein Leben wäre sonst zu eintönig. „Ich befasse mich eine Zeitlang mit etwas und dann beschäftige ich mich mit etwas anderem. Ich werfe immer wieder ‚alles über Bord’, und ‚kehre zurück zu den Quellen’. Ich stelle meine Arbeit immer wieder in Frage und möchte mich immer weiterentwickeln“.