Stefanie KRINGS mit Jan CLASSEN und Pascal SZMIDA

Vernissage am 13. Oktober 2017 ab 19h00

Ausstellung vom 14. bis zum 29. Oktober 2017

Einladung oktober 17Bildschirmfoto 2018-01-29 um 06.56.00

Wir entdecken 3 Universen

Wir lernen 3 Menschen kennen

Sie zeigen uns das Menschsein

Sie zeigen uns 2 Seiten

die tief in uns verankert sind

mal ist die eine wach und klopft laut an der Tür

mal ist die andere präsent und ruft laut durchs Zimmer

 

hin und her

wir wanken und schwanken

wann und wo wir die Grenze überschreiten

vom einen zum anderen

bleibt verborgen

 

mal liebe ich

mal hasse ich

mal zweifle ich

 

mal gebe ich mich und meinen Körper auf

mal gebe ich mich her

mal erstarre ich

 

Die Naivität

sie rät

sie rät dir die Welt in rosa

und in Prosa

die Naivität

lässt dich glauben

du musst nicht mehr rauben

die Naivität

sie trägt

dich

und

mich

und

uns

durchs Universum

 

kindlich

verliebt

anscheinend

bist du lieb

 

 

verborgen

sind die Sorgen

verschoben auf morgen

 

Leicht

scheint

das Leben

Leicht scheint es

zu sein

das Leben

aber eben

doch

nicht

 

 

Körper. Objekte.

Scheinbar leicht.

Scheinbar wahr

Durchscheinend

anscheinend echt.

echt wahr?

untragbar

unsagbar

wahr

 

Hoffnung

Spiegelung

Spiegelung in der Hoffnung

Hoffnungslos

Hoffnungslose Körper

ohne Wörter.

 

Die Sensibilität

untergräbt

die Lust

und den Frust

den Mut

und die Wut

 

sei auf der Hut

sei auf der Hut

vor der unendlichen Wut

sie tut dir nicht gut!

 

lass sie raus

lass sie raus

sie baut sich ein Haus

und kommt nicht mehr raus

 

 

 

 

gefangen

verfangen

mitgehangen

 

gefangen

verfangen

mitgehangen

 

gefangen verfangen mitgehangen.

 

 

Was bedeutet der Körper heute?

In der wundervollen Welt des Mechanismus

und der Digitalität.

Um mitzuhalten

passen wir

wir passen uns an

wir passen ihn an

wir beuten ihn aus

bis zur totalen Erschöpfung

wir putschen ihn wieder auf

um zu funktionieren

voran voran!

wir verkaufen ihn für billig

damit das große Rad weiter drehen kann

 

 

Körper

ohne Wörter

Körper

ohne Örter

 

Körper

und

Wörter

und

Örter

 

Korp

Wort

Ort

 

fort

für immer fort

von diesem Ort

nicht mehr sein

im Schein

des Seins

 

 

 

 

Wenn ich eine Grenze überschreite

wenn ich weiter gehe,

als das, was ich kenne,

wenn ich erforsche

durchforste

gebe ich mich auf,

ich nehme in Kauf,

anderswo anzukommen

als da, wo ich jetzt bin.

ich gebe das auf, was ich kenne

das gewohnte lasse ich hinter mir,

ich gehe weiter

ich durchbreche die unsichtbare Wand

die mich aufhält

die mir Angst einjagt

 

Ich gebe mich auf

ich gebe mich hin

ich weiß nicht wohin

und ich lauf

 

ich nehme in Kauf

mich zu verlieren

und ich lauf

 

ich verschiebe die Grenze

ich durchbreche die Grenze

ich verschiebe die Grenze

ich durchbreche die Grenze.

 

 

JUDITH THELEN